Berechnungsfehler ist kein Grund zur Entwarnung

Gesundheitliche Probleme an Windanlagen nicht klein reden

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hatte in ihrer Studie aus dem Jahr 2014 offensichtlich einen Berechnungsfehler gemacht. Der Hinweis eines wissenschaftlichen Mitarbeiters an der Uni Bayreuth schlug hohe Welle und führte sogar zu einer Entschuldigung von Wirtschaftsminister Altmaier in Richtung Windindustrie. Bürgerinitiativen gegen Windkraft sehen in dem Berechnungsfehler der BGR aber keinen Grund, die gesundheitlichen Probleme von Anwohnern klein zu reden. Im Gegenteil, denn durch immer größere Anlagen nehmen die Beschwerden noch zu. Bekanntlich erzeugen Windkraftanlagen weder gleichmäßige noch omnidirektionelle Schallwellen. Je nach Umdrehungsgeschwindigkeit der Rotoren entstehen gepulste Wellen von ca. 1 Hz bis 1,5 Hz. Zudem sind die Schallwellen gerichtet. In einer bestimmten Bandbreite des Abstrahlwinkels sind höhere Schallpegel zu registrieren, einige Grade davon entfernt ist der Schallpegel geringer.

Imposante Entwicklung der Windenergietechnik

Im Jahre 1980 betrug die Nabenhöhe 30 Meter, war der Flügeldurchmesser 15 Meter und die Rotationsgeschwindigkeit 32 Umdrehungen je Minute (U/min). Die erzeugte Leistung betrug 30 kW. Im Jahre 2005 erreichte man eine Nabenhöhe von 120 Metern, einen Flügeldurchmesser von 115 Metern und eine Leistung von 5.000 kW. Die Rotationsgeschwindigkeit sinkt auf 12 U/min. Die Umdrehungsgeschwindigkeit beeinflusst direkt die Schallfrequenz. Bei 32 U/min wird eine Frequenz von 3,2 Hz gemessen, bei 12 U/min dagegen nur noch eine Frequenz von 1,2 Hz. Je niedriger die Frequenz, umso weiter entfernt ist das Schallereignis zu detektieren.
Fazit: Die erheblichen Gesundheitsprobleme von Anwohnern an Windanlagen sind nicht abhängig von einem Studienergebnis.
Siehe auch https://www.baubiologie-regional.de/news/Windkraftanlagen-stoeren-IMS-Infraschallstationen-789.html

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Ein Gedanke zu „Berechnungsfehler ist kein Grund zur Entwarnung

  1. pat glass

    Wir werden seit 1 Jahr nachts von Infraschall gestört.Leider helfen die Behörden nicht.Ich erwarte garnicht,daß kostenlos gemessen wird-aber das wenigstens ein Messangebot gemacht wird und transparent über die eventuellen Ursachen berichtet wird.

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