Antwort auf: Brummton in München

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Susanne V. aus Olching

Kurzvorstellung: Susanne, 36 Jahre, Olching
– höre das Brummen seit März 2014 –

Liebe Sabrina,

ich weiß ganz genau, was Du meinst – ich “höre” bzw. nehme dasselbe Brummen wahr. Es ist wirklich eine enorme Belastung, denn es ist tatsächlich immer da und man kann einfach nichts dagegen tun.

Kurzer Rückblick: bis Februar 2014 habe ich in Freising gewohnt (dort am nördlichen Ende der Stadt, nahe dem Waldrand). Bis dahin hatte ich von dem Brumm-Phänomen nichts mitbekommen.
Ich kann FREISING deshalb als “brummfreien” Wohnort empfehlen. Überhaupt ist es schön da, sehr sicher, und es gibt durch Uni und Flughafen auch relativ vielfältige Jobs.
Da ich in München arbeitete und mir das Pendeln zu schaffen machte, zog ich im März 2014 nach München (Am Hart, nahe BMW) um.

Dort konnte ich von der ersten Nacht an nicht mehr schlafen. Es vibrierte dort extrem. Als stünde ein Bus mit laufendem Motor im Keller unter mir. Das war richtig krass.
Von da an litt ich an massive Schlafstörungen und infolge dessen an einer desolaten Immunabwehr und war dauernd krank. Der Allgemeinarzt verschrieb mir Beruhigungsmittel, die mich aufquellen ließen, verzweifelt und depressiv machten, und nach kurzer Zeit in Bezug auf das Schlafen wieder ihre Wirkung verloren.

Kurz vor einem kompletten Zusammenbruch bin ich im Juli 2015 aus München “geflohen” und habe eine kurze Zeit in meiner Heimat im Allgäu verbracht.

Ab Januar 2016 habe ich aber in Bergkirchen einen Job bekommen und wohne deshalb seither in OLCHING.
Status Quo: es wummert und brummt. Leider fast immer. Nicht mehr ganz so schlimm wie in München Nord 2014/2015, aber es ist übergriffig und meist deutlich wahrnehmbar.
Es scheint sich “in Wellen” zu verteilen. Mal wummert es kräftig für einige Stunden, mal nur für eine viertel oder halbe Stunde, dazwischen aber wummert es immer leise, und es ist fast nie ganz weg. Es ist meistens pulsierend, eher selten brummt es konstant.

Jedenfalls ist es sehr invasiv und ich bin sicher, dass es sich auf die Prozesse im Körper (negativ) auswirkt.

Was ich deshalb jetzt mache ist folgendes: ich werde zum Oktober dieses Jahr wieder umziehen, und zwar in ein ganz anderes Bundesland.

Meine Gesundheit ist mir einfach das Wichtigste.

Hier schlafe ich nie richtig tief (manchmal wache ich sogar auf, um dann festzustellen, dass es gerade einfach nur sehr doll brummt), bin ständig latent angeschlagen, habe oft Kopfschmerzen (Spannungskopfschmerz) und ja – auch dieser Druck auf den Ohren in Verbindung mit Ohrgeräuschen und Tinnitus habe ich ebenfalls – immer (außer im Flugzeug).

Schade!

Wie Du richtig sagst – Ohropax helfen kein bisschen. Das beweist, dass der Schall eben nicht “hörbar” ist, sondern auf einer körperlichen Ebene wahrgenommen wird.

Und auf dieser greift er mutmaßlich auch in den Organismus ein, und sei es nur, dass man sich subtil “bedroht” fühlt oder “in Gefahr”, dadurch vermehrt Streßhormone im Blut hat – was auf die Dauer zu Nervosität und veränderter Stoffwechselaktivität führt. Nicht gesund ;-).

Ein Leben ohne Wummern/Brummen ist mein höchster Wunsch. Hoffentlich stellt er sich im Herbst nach dem Umzug ein.

Dir alles Gute.

Lieben Gruß,
Susanne