Kategorie-Archiv: Infraschall

Berechnungsfehler ist kein Grund zur Entwarnung

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hatte in ihrer Studie aus dem Jahr 2014 offensichtlich einen Berechnungsfehler gemacht. Der Hinweis eines wissenschaftlichen Mitarbeiters an der Uni Bayreuth schlug hohe Welle und führte sogar zu einer Entschuldigung von Wirtschaftsminister Altmaier in Richtung Windindustrie. Bürgerinitiativen gegen Windkraft sehen in dem Berechnungsfehler der BGR aber keinen Grund, die gesundheitlichen Probleme von Anwohnern klein zu reden. Im Gegenteil, denn durch immer größere Anlagen nehmen die Beschwerden noch zu. Bekanntlich erzeugen Windkraftanlagen weder gleichmäßige noch omnidirektionelle Schallwellen. Je nach Umdrehungsgeschwindigkeit der Rotoren entstehen gepulste Wellen von ca. 1 Hz bis 1,5 Hz. Zudem sind die Schallwellen gerichtet. In einer bestimmten Bandbreite des Abstrahlwinkels sind höhere Schallpegel zu registrieren, einige Grade davon entfernt ist der Schallpegel geringer.
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Dänische Studie zu Infraschall enttäuscht

Mit einiger Verzögerung wurde die dänische Windkraftstudie in sechs Teilabschnitten zwischen 2018 und 2019 veröffentlicht. Das Ergebnis fiel aber nicht im Sinne der Windkraft-Geschädigten aus. Denn die Autoren nahmen als unabhängige Variable bei der Regressionsanalyse für jeden Wohnsitz den A-bewerteten Schalldruckpegel her, der von allen Windrädern aus der Umgebung stammt. Diese Bewertung schließt aber den Bereich von 0,5 Hz bis 10 Hz aus, der für die gesundheitlichen Beschwerden verantwortlich gemacht wird. So verwundert es auch nicht, dass die Autoren keine Zusammenhänge zwischen Schallimmissionen und gesundheitlichen Problemen bei den Anwohnern gefunden haben. [Einen ausführlichen Kommentar zur Studie schrieb Dr. Joachim Schlüter am 27.4.2019 auf der Webseite https://www.eike-klima-energie.eu/2019/04/27/daenische-studie-ignoriert-den-infraschall-von-windraedern/]
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Infraschall und Gesundheit

Die Bürgerinitiative BTG Laimering-Rieden-Gallenbach hatte Dr. med. Johannes Mayer aus Rieden zu einem Vortrag eingeladen. Der Referent sollte für die Windkraftgegner die Zusammenhänge zwischen Infraschall von Windanlagen und gesundheitlichen Problemen anschaulich darstellen:
“Obwohl der Infraschall nicht hörbar sei, werde er vom Ohr über die äußeren Haarzellen als Impuls in das Stammhirn übertragen und könne dort die Zentren für Gleichgewicht, Atmung und Herzfrequenz stören. Zusätzlich komme es zur Überlagerungen biologischer Rhythmen. Kurzfristige Reaktionen auf Infraschall seien unter anderem Ohrdruck, Unsicherheits- und Angstgefühle, Schwindel, Erschöpfung, Morgenmüdigkeit oder Herabsetzung der Atemfrequenz.”
Vollständiger Artikel in der Augsburger Allgemeine vom 12.5.14

UBA aktualisiert Merkblatt zu tieffrequentem Schall

Das Merkblatt zu Geräuschbelastung durch tieffrequenten Schall, insbesondere durch Infraschall im Wohnumfeld des Umweltbundesamtes (UBA) wurde am 8.2.2013 aktualisiert. Das UBA hat im Jahr 2011 ein Forschungsvorhaben zu dieser wichtigen Thematik vergeben. Die Ergebnisse sollen 2014 vorliegen.
www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/420/dokumente/geraeuschbelastung_durch_tieffrequenten_schall.pdf

Windenergie und Infraschall

Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg bringt die 2. Auflage des Blattblattes zu Windenergie und Infraschall heraus. Darin wird nach Aussage des Verfassers in allgemein verständlicher Form über das Vorkommen und die Bedeutung möglicher tieffrequenter Geräuscheinwirkungen informiert.
http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/223628/?shop=true