Schlagwort-Archiv: Infraschall

Lärmasyl im Rathaus

Die Nordwestdeutsche Zeitung berichtet von Schlaflosigkeit, Kopfweh, Tinnitus bei Betroffenen. Immer mehr Menschen im Nordwesten leiden unter dem Infraschall von Windkraftanlagen. In einigen Orten ist die Lage längst eskaliert. Doch Politiker, Behörden und Betreiber spielen das Problem herunter. In Großheide (Ostfriesland) fordert eine Bürgerinitiative Lärmasyl im Rathaus.
Mehr Infos unter Zum Artikel von NWZ-Online

Grenzbereiche des Hörens

Forscher der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt (PTB) haben in einem internationalen Projekt über drei Jahre lang die Grenzbereiche des Hörens untersucht. Die überraschende Erkenntnis: der Mensch nimmt im Frequenzbereich zwischen 8 Hz und 16 Hz Töne wahr. Bisher galt dieser Frequenzabschnitt immer als “unhörbar”. Die Aussage der Betroffenen, etwas zu hören, wird durch eine Erregung des primären auditiven Cortex objektiv nachgewiesen. Der Mensch nimmt offensichtlich diffuse Geräusche wahr, die ihm entwicklungsgeschichtlich betrachtet, auf eine Gefahr hinweisen könnten. Weiterlesen

Krefeld: Industrieanlage in Verdacht

Die folgende Geschichte aus Krefeld dokumentiert die Schwierigkeit der Quellenzuordnung bei Infraschall. Bisher gab es folgende Chronologie:

19.1.2014: Anwohner der Hülserstraße in Krefeld klagten über Beschwerden, die mit Infraschall in Zusammenhang stehen könnten. Dr. Manfred Mierau von der Baubiologie Maes war als Sachverständiger vor Ort und stellte einen Zusammenhang mit dem Firmengelände der Firma Siempelkamp her. Die Firmenleitung beauftragte nun ihrerseits mit dem Physik-Professor Frank Kameier von der Fachhochschule Düsseldorf einen Schallsachverständigen. Für den Experten ist ein Industrieschornstein der Siempelkamp-Gießerei in Verdacht geraten. Weitere Untersuchungen sollen Klarheit schaffen. Mehr Infos bei wz-newsline Weiterlesen

Infraschall und Gesundheit

Die Bürgerinitiative BTG Laimering-Rieden-Gallenbach hatte Dr. med. Johannes Mayer aus Rieden zu einem Vortrag eingeladen. Der Referent sollte für die Windkraftgegner die Zusammenhänge zwischen Infraschall von Windanlagen und gesundheitlichen Problemen anschaulich darstellen:
“Obwohl der Infraschall nicht hörbar sei, werde er vom Ohr über die äußeren Haarzellen als Impuls in das Stammhirn übertragen und könne dort die Zentren für Gleichgewicht, Atmung und Herzfrequenz stören. Zusätzlich komme es zur Überlagerungen biologischer Rhythmen. Kurzfristige Reaktionen auf Infraschall seien unter anderem Ohrdruck, Unsicherheits- und Angstgefühle, Schwindel, Erschöpfung, Morgenmüdigkeit oder Herabsetzung der Atemfrequenz.”
Vollständiger Artikel in der Augsburger Allgemeine vom 12.5.14

UBA aktualisiert Merkblatt zu tieffrequentem Schall

Das Merkblatt zu Geräuschbelastung durch tieffrequenten Schall, insbesondere durch Infraschall im Wohnumfeld des Umweltbundesamtes (UBA) wurde am 8.2.2013 aktualisiert. Das UBA hat im Jahr 2011 ein Forschungsvorhaben zu dieser wichtigen Thematik vergeben. Die Ergebnisse sollen 2014 vorliegen.
www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/420/dokumente/geraeuschbelastung_durch_tieffrequenten_schall.pdf

Windenergie und Infraschall

Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg bringt die 2. Auflage des Blattblattes zu Windenergie und Infraschall heraus. Darin wird nach Aussage des Verfassers in allgemein verständlicher Form über das Vorkommen und die Bedeutung möglicher tieffrequenter Geräuscheinwirkungen informiert.
http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/223628/?shop=true